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Karwendel Spitzen am Freiunger Höhenweg über dem Inntal

Karwendel Bergtouren zwischen Nördlinger Hütte (2238m) und Karwendelhaus (1.771)

Die Route durch einen der schönsten Teile des Karwendel lohnt sich. Hier ist für jeden Bergsteigergeschmack etwas geboten. Die vielen verschiedenen Routen durch wildromantisches Felsgelände lassen keine Wünsche offen. Die Route von der Nördlinger Hütte zum Solsteinhaus kann in beide Richtungen begangen werden und ist mit zig Touren und RoutenDer Freiunger Höhenweg im Karwendel in der Gegend zu verbinden. Auch der Adlerweg oder die berühmte München - Venedig Route führen hier vorbei. An den Felsnadeln rund um das Solsteinhaus lässt sich wunderbar und mit Genuss klettern... Die Gipfelstürmer-Nadel, Kuhljochturm oder Freiung Kopf sind nur einige Varianten die sich absolut lohnen.

Für weniger Geübte empfehlen sich Großer Solstein oder Erlspitze als sichere Herausforderung. Die Fauna in diesem Teil des Karwendels sucht ihresgleichen. Die Berge sind voller Gamsen und auch Steinböcke können beobachtet werden. Die Gamsen in der Region sind nicht mal besonders scheu. Wenn dazu noch eine Inversionswetterlage den Nebel ins Inntal zaubert ist die Bergromantik perfekt.

Ausgedehnte Hüttenrouten und bergsteigerische Highlights in schwierigem Gelände können variantenreich geplant werden. Die hier beschriebenen Bergtouren können jederzeit dem Wetter oder der Kondition angepasst werden. Die 4- bis 6-

Tages Hüttenroute ist etwas für hart gesottene Berggeher mit entsprechender Kondition.

! VIEL Spass und kommts gut wieder runter !

 

 

Routen in Kurzübersicht


Berg Tipp zwei Tage: (Bergtouren am Solsteinhaus) Wer nur zwei Tage Zeit hat geht zum Solsteinhaus. Von dort aus kann man am ersten Abend die Erlspitze besteigen und sich den Sonnenuntergang anschauen. Am zweiten Tag steht dann die große Freiungen Runde über den Ursprungsattel auf dem Programm.

Berg Tipp drei Tage: (Freiunger Höhenweg von Nördlinger Hütte) Wer mit der Bahn anreist, kann die erste Nacht auf der Nördlinger Hütte verbringen und am zweiten Tag den Freiungen Höhenweg zum Solsteinhaus wagen. Dort dann eine weitere Übernachtung einplanen und am nächsten Tag von Zirl aus wieder Richtung München düsen. Wer eine gute Kondition hat, kann die Tour auch an zwei Tagen machen und nur eine Übernachtung einplanen. Morgens früh an der Nördlinger Hütte los und von Zirl aus mit dem Zug nach Hause.

Berg Tipp fünf Tage: (Hüttenwanderung in zwei Schwierigkeitsgraden) Die ultimative Karwendeldurchwanderung inklusive Gipfelsammeln, Klettersteige und Höhenwegen. Die hier beschriebene 5-Tages-Route kann beliebig ausgedehnt werden und mit verschiedenen anderen Hütten kombiniert werden. Wir haben euch je eine leichte und eine schwierige Tagesetappe beschrieben. Knackige Touren wie zum Beispiel die Tagestour vom Solsteinhaus bis zur Pfeishütte via Innsbrucker Klettersteig sind nur für echte Freaks geeignet die viel Erfahrung und absolut tadellose Kondition mitbringen. Ansonsten bitte die einfachere Variante wählen.

Anfahrt und Talorte


Je nach Ausgangspunkt gibt es verschiedene Talorte die in Frage kommen. Wer von der Nördlinger Hütte losgeht, startet entweder in Seefeld an der Talstation der Roßkopfbahn oder in Reith bei Seefeld. Bei der mittelschwierigen Variante steigt man von Gießenbach auf.

Anfahrt mit dem Auto von München:

A95 Richgung Garmisch, bis zum Autobahnende bei Eschenlohe, weiter durch Garmisch bis nach Mittenwald auf der B2. Weiter durch Mittenwald bis zum Grenzübergang Scharnitz. Von hier aus kommen bereits die Orte Gießenbach, Seefeld und anschließend Reith.

Wer als "Basecamp" das Solsteinhaus nutzen möcht der fährt von Reith aus weiter bis nach Zirl und dann zum Krankenhaus in Hochzirl (über die österreichische B177). Von Hochzirl aus kann man dann prima zum Solsteinhaus aufsteigen.

Bei der großen 5-Tages-Rundwanderung fährt man idealerweise mit der Bahn. Alternativ kann man die Hüttenwanderung auch ab Scharnitz bis Scharnitz machen. Dann muss man aber den ersten Tag als Anstieg zur Nördlinger Hütte rechnen.

Anfahrt mit der Bahn von München:

München Scharnitz - Vom Bahnhof aus ins Hinterauental und zum Gasthaus Amtssäge. Südlich ins Kristental zum Solsteinhaus, ca. 4,5h.

Übersichtskarten über den Zustieg und die Touren.

Zustiege zum Solsteinhaus:
www.solsteinhaus.com/anstiege_de.cms.php
Zustiege zur Nördlinger Hütte:
www.noerdlingerhuette.at

Bergtouren vom Solsteinhaus


Vom Solsteinhaus aus gibt es sehr viele Touren. Da die Hüttenwirte des Solsteinhauses bereits sehr fleißig waren,   schreiben wir nicht alles neu sondern verlinken einfach auf die Tourenvorschläge des Solsteinhauses: www.solsteinhaus.com/bergtouren_de.cms.php

 

Hüttenkontakte


Nördlinger Hütte

www.noerdlingerhuette.at
Im Sommer
Nördlinger Hütte
A 6103 Reith bei Seefeld
Tel: +43(0) 664 163 38 61
oder +43 (0) 664 4111 666
Im Winter
Alpengasthaus Sulzstich
A 6173 Oberperfuss
Tel: +43(0) 664 411 16 66

Solsteinhaus
www.solsteinhaus.com
während der Öffnungszeit:
Tel. +43 (0)5232 81557
Fax +43 (0)5232 81557
sonstige Zeit:
Mobil +43 (0)664 3336531
Fax +43 (0)5226 3778

Pfeishütte
www.pfeishuette.at
Hütte: +0043 (0)720/316596 (nur während der Betriebszeiten)
Tal.: 05445/ 20 131
info@schafstall.at

Bettelwurfhütte
www.bettelwurfhuette.at
Mobil: 0699 1068 4073 (ganzjährig)
Festnetz: 05223/53353 (nur während der Bewirtschaftungszeit)
info@bettelwurfhuette.at

Hallerangeralm
www.hallerangerhaus.at
Tel: +43 (0)5213/5177

Kastenalm
Tel: +43 (0)64/531 67 96

Karwendelhaus (geöffnet von Anfang Juni bis Mitte Oktober)
www.karwendelhaus.com
Tel: +43 (0)5213/5623

 

Freiunger Höhenweg


Der Freiunger Höhenweg führt über die Karwendelspitzen zwischen der Nördlinger Hütte und dem Solsteinhaus.

Schwierige Variante über Freiunger Höhneweg
(ca. 5 Stunden) Früh Morgens starten wir an der Nördlinger Hütte und folgen den Wegweisern zum Urspungsattel. Hier weiter auf der Seite des Inntals entlang der Freiungspitzen. Achtung: schwere Bergtour. Nur für erfahrene Berggeher geeignet. Teilweise ausgesetztes Klettern ohne Sicherung. Teilweise Sicherungen vorhanden. Kein durchgängiges Drahtseil.

Leichtere Variante zum Solsteinhaus
(ca. 4 bis 5 Stunden) Zum Ursprungsattel und von dort aus den Wegweisern zur Eppzirscharte folgen. Von hier Abstieg zum Solsteinhaus.

Schlechtwetterabstieg zur Eppzierler Alm
(ca. 2 bis 3 Stunden) Zum Ursprungsatten von hier aus abwärts ins Tal den Wegweisern folgen. Teilweise Schrofen, teils durch Latschenwäldchen.

 

4 bis 6 Tage Hüttenwanderung


Wer mehrere Tage Zeit hat kann folgende Hüttenroute gehen. Auf dieser Route sind wahnsinnig viele Varianten möglich. Diese Route steht in keinem Buch. Auch Klettersteige kann man einbinden. Wir haben die Etappen jeweils in eine mittlere und eine schwere Route eingeteilt.

Ausrüstung: Klettersteigset und Helm. Selbstverständlich auch andere Bergausrüstung siehe Packlisten

 

Ausgangspunkt ist Seefeld. In Scharnitz kommt man von der Halleranger Alm wieder herunter. Die beiden Orte liegen zwischen Mittenwald und dem Inntal und sind bequem per Bahn erreichbar.


1. Etappe SCHWER: Nördlinger Hütte - Solsteinhaus (5 Stunden)

Zum Ursprungsattel entlang der Bergflanken genießt man eine prächtige Aussicht Richtung Süden auf den Stubaier Gletscher. Nun entlang der Freyungen Türme teils seilversichert teils unversichert in ca. 2 Stunden zum Kreuzjöchl. Auf die Kuhljochspitze (2.293 m) über den Westgrad in ca. einer halben Stunde. Vom Kreuzjöchl in 1,5 Stunden zum Solsteinhaus.

1. Etappe MITTEL: Nördlinger Hütte – Ursprungsattel – Eppzirler Scharte – Solsteinhaus (5 bis 6 Stunden)

zum Ursprungsattel, nun der Beschilderung zur Eppzirlscharte (nördlich der Freiungspitzen) folgen. Von der Scharte in ca. 2 Stunden bis zum Solsteinhaus. Wer Lust hat, kann von der Eppzirler Scharte aus über den Zirler Klettersteig auf die Erlspitze aufsteigen und von dort zum Solsteinhaus absteigen. Der Weg lohnt sich. Bitte nur mit Klettersteigset und Helm

 

2. Etappe LEICHT: Solsteinhaus - Pfeishütte via Möslalm (5 Stunden)

Vom Solsteinhaus in Richtung Kristen Alm. Kurz vor der Alm folgt man dem Gipfelstürmerweg hinauf zum Hippen. Der Hochleger hat im Sommer wunderbare Weidewiesen für die Kühe der Kristenalm. Weiter dem Gipfelstürmerweg folgen bis zur Abzweigung zur Möslalm. Unterhalb der Krumpfkarspitze steigt man hinab zur Möslalm. Von der Möslalm den Wegweisern zur Pfeishütte folgen. Ein schöner ,aber langer "Hatsch".

2. Etappe SCHWER: Solsteinhaus - Pfeishütte via Frau Hitt Sattel und Schmiedhubersteig (7 Stunden)

Von der Hütte auf Weg Nr 213, vorbei an der Erlam, hinunter zur Kristenalm. Kurz vor der Kristenalm trefft ihr auf den Gipfelstürmerweg. Bei Weg.Nr. 215 Nun beginnt der lange und steile Aufstieg zum so genannten Hippen. Nach einem kurzen Abstieg geht es hinauf durch das Schotterkar zum  Frau-Hitt-Sattel, welcher hoch über Innsbruck auf der Nordkette liegt. Vom Sattel entweder auf dem schwierigen Schmiedhubersteig oder den Normalweg in zum Berghotel Seegrube. Vom Hotel Seegrube mit der Bahn zum Hafelekar (zu Fuß ca. 1 Stunde länger) - von hier aus auf dem angenehm zu gehenden Goetheweg zur Pfeishütte (Gesamtgehzeit ca. 7 - 8 Stunden)

Für die ganz Harten kann man diese Tour auch über den Innsbrucker Klettersteig gehen. Der oben beschriebene Schmiedhuber Steig geht entlang der Flanken des Gebirgsrückens, während der Innsbrucker Klettersteig über die Gipfel und Grate hinweg verläuft. Bitte entsprechend für diese Tour dann mehr Zeit einplanen.

Die Tour wird mit dem Innsbrucker Klettersteig zu einer echten Gewaltstour! (7 bis 9 Stunden)

 

3. Etappe LEICHT: Pfeishütte - Bettelwurfhütte über Stempeljoch und Lafatscherjoch (3,5 Stunden)

Nach kurzem Anstieg auf das Stempeljoch geleitet uns der Wilde-Bande-Steig zum Lafatscherjoch von wo aus die Hütte bereits zu sehen ist. In leichtem auf und ab schlängelt sich der Weg am Hang entlang, bis wir nach gut 2 Stunden die Bettelwurfhütte erreichen.

Gipfelsammeln

Da die dritte Etappe zur Bettelwurfhütte einfach und auch recht kurz ist, eignet sie sich als Gipfelsammlerroute. Wer nun auf die Stempeljochspitze 2543 m den Großen Lafatscher 2696 m oder die Speckkarspitze 2621 m steigt, setzt der Vier-Tages-Tour die Krone auf.

3. Etappe LEICHT Alternative: Pfeishütte - Lafatscherjoch - Wildebandesteig - Hallerangerhaus (3Stunden)

Weg 221 bis Abzweig auf Wanderweg 222 Wilde-Bande-Steig Richtung Speckkarspitze weiter auf dem Weg 224 bis Hallerangerhaus (Option Besteigung der Speckkarspitze)

4. Etappe MITTEL bis SCHWER: Hallerangerhaus zum Karwendelhaus inkl. Birkkarspitze(2749 m)

Vom Hallerangerhaus der Beschilderung zur Kastenalm folgen und dann Richtung Birkkarspitze. Auf die Bierkkarspitze großteils drahtseilversichert, genau wie abwärts zum Schlauchkarsattel von hier zum Karwendelhaus. Im Karwendelhaus kann man nun übernachten. Der Abstieg nach Scharnitz dauert ca. 2,5 bis 3 Stunden. Vom Karwendelhaus kann man noch weitere Hüttenwanderungen anschließen.

Ebenso kann man von hier aus nach Scharnitz absteigen.

 

Kartenmaterial und Literatur für Karwendeltouren


Kommentare


Die Kontaktdaten der Nördlinger Hütte Stimmen nicht mehr

Telefon: +43 664.9142262
Homepage: http://www.noerdlingerhuette.com/
von Moe am 15.08.2016 | 20:46
Wir haben die Tour von Seefeld über die Nördlinger Hütte bis zum Solsteinhaus und am nächsten Tag wieder über Zirl zurück gemacht. War sportlich, kann man sich durchaus einen Tag mehr Zeit nehmen und noch die eine oder andere Spitze mitnehen.
Der Freiunger Höhenweg ist wirklich eine sehr schwere Tour. Viel Wasser mitnehmen! Aber es lohnt sich. Spektakuläre Sicht und hat saumäßig Spaß gemacht :)
von Alessa am 12.09.2014 | 10:50
Wir sind die Tour vom Solsteinhaus zur Pfeishütte dieses Jahr im Juli gegangen. Wir haben 11 Stunden gebraucht, man darf nicht vergessen, im Klettersteig muss man auch mal warten ;) Das ist echt hart, unbedingt viel, viel Wasser mitnehmen. Etappen gliedern sich ca. so auf. Solsteinhaus - Frau Hitt Sattel 3 Std. - Innsbrucker Klettersteig 5 Std. - Pfeishütte 2 Std. = 10 Std. plus Pausen.
Trotzdem, wohl eine der unglaublichsten Tagestouren die ich je gegangen bin…
von Alexander am 23.10.2013 | 22:01
Ist die Route vom Solsteinhaus über den Innsbrucker Klettersteig schon mal jemand gegangen???
von konzi am 19.11.2010 | 16:28
eigentlich schade dass jetzt der winter kommt und man nicht mehr so richtig zum bergsteigen gehen kann... allerdings sind die ski schon gewachst.. und das gilt ja auch als bergsteigen....

nächstes jahr allerdings könnt ich mir schon vorstellen den weg mal zu gehen.. kling gut...

bisschen wenig fotos sind noch drin...
also.. mehr fotos hochladen :-)
von karina am 05.11.2010 | 21:41

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