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Ammer Befahrung

Spannende Naturwanderung mit Kindern an die Schleierwasserfälle

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Mit Kindern Streifzüge durch die Natur zu unternehmen ist immer wieder spannend. Wichtig natürlich, dass die Kleinen das auch so sehen. Daher sollte man sich immer in die Lage der Kids versetzen und versuchen keine Leistung abzuverlangen, sondern Spaß an der Bewegung und am Entdecken zu fördern.

Auf dieser einfachen Tour durch Wald, wiesen und hinab an die Ammer, ist für den Familiengeschmack so einiges geboten. Auch die Eltern bekommen an den Schleierwasserfällen etwas zu sehen. Denn dieses Naturdenkmal ist auch ein beliebtes Fotomotiv.

Entdecker kommen besonders auf ihre Kosten. Denn auf dem Weg hinab zur Ammer kann man Höhlen erkunden und sich im verwunschenen Wald verstecken. Also Taschenlampe nicht vergessen.

Wunderwald - Wunderfluss - Schleierfall - Spannung in der Natur

 

Tourenbeschreibung

 

Nachdem wir am Parkplatz alle unsere Schuhe nochmals fest geschnürt haben geht's los Richtung Schleierwasserfälle. Der Wegweiser ist nicht zu übersehen. Auf Hinweistafeln wird sogar die Landschaft um die Ammer mit ihren Tier- und Pflanzenarten erklärt. Erstmals geht es einen kleinen Weg entlang, an einem offenen Stadel vorbei, in dem natürlich total interessante Landmaschinen stehen. Kurz darauf kommt auch schon der Durchgang, durch den wir auf die Kuhweide direkt am Waldrand gelangen. Gleich hinter der nächsten Kuppe liegt eine entspannte Kuh, die sich von uns an der Schnauze streicheln lässt.

 

Der Weg über die Weide führt uns nach ein paar Minuten in den Wald. Dort ist auf dem Wurzelweg mit einem kreuzenden Bach und durch das stetige auf und ab für unsere gemischte Truppe jede Menge geboten. Nach einer Weile kommt auch die Ammer in Sicht und wir entdecken rechts in einem wunderschönen Kletterfelsen den Höhepunkt des Tages. Nein, es sind noch nicht die Schleierfälle, sondern eine Höhle! Um in diese zu gelangen, müssen wir ein kleines steiles Stück aufsteigen. Hier können wir unsere Bergschuhe schon gut gebrauchen, mit Turnschuhen klappt's aber notfalls auch. In der Höhle, die wie ein Schlauch geformt ist, müssen wir unsere Stirnlampen anknipsen und für den Kleinsten von uns wird's zuerst zu gruselig. Nachdem die anderen dann aber sooo lange in der Höhle bleiben und beim Rauskommen von einem Schatz erzählen, hält auch ihn nichts mehr draußen. Er nimmt seinen ganzen Mut zusammen und klettert nochmal durch den Eingang nach drinnen. Mit Tipps für Tritte von den anderen schafft auch er es bis zum Ende der Höhle, wo der Schatz liegt. Danach sind alle aufgeregt und glücklich und bis zum Schleier-Wasserfall ist es sowieso nur noch ein Katzensprung.

 

Nachdem wir diesen ausgiebig bestaunt haben und jede Menge Steine ins Wasser geworfen haben, machen wir uns auf den Weg um nach einem schönen Brotzeitplatz Ausschau zu halten. Dafür die steilen, sehr aus und an manchen Stellen durchgetretenen Stufen wieder hinauf und ein kurzes Stück durch den schönen Laubwald. Dort stoßen wir dann auf eine Bank, die sehr einladend aussieht und wir lassen uns auf ihr nieder. Frisch gestärkt sind alle wieder gut drauf und wir beschließen nach Kammerl weiter zu gehen.

 

Der 2 km lange Weg über das Hochufer der Ammer führt wieder auf und ab durch Wald und Wiesen. Wir überqueren viele schmale Brücken und Stege, auf denen man gut hüpfen kann, weil sie so schön federn. Auf einer Bank legen wir nochmal ein Päuschen ein. Als wir in Kammerl das Wasserwerk bestaunen, beschließen wir, dass die Papas nun die Autos holen und wir uns mit den Kindern solange ans breite Ufer der Ammer setzen. Dort lässt es sich mit den Kindern entspannen und eine Dreiviertelstunde lang aushalten. So lange brauchen die Väter um Kutsch und Pferd gesattelt zu haben. (Wegbeschreibung siehe ANFAHRT)

 

Selbstverständlich kann man die Tour mit den Kindern auch zurück zum Auto gehen. Unser jüngster (3 Jahre alt) war allerdings schon sehr laufmüde.

 

Schwierigkeit


Sehr einfache Wanderung, die leicht mit Kindern zu machen ist. Vom Parkplatz bis zu den Wasserfällen 1km. Weitere 2 km bis zum Kraftwerk in Kammerl. Dementsprechend kann man sich aussuchen ob am insgesamt 6 km wandern möchte, oder von den Schleierwasserfällen zurück zum Auto marschiert. In unserem Fall haben die Väter das Auto geholt und sind zum Kraftwerk in Kammerl gefahren. Auch das ist eine Möglichkeit.

 

 

Anfahrt mit dem Auto

 

Alternativ von Augsburg bzw. München nach Landsberg am Lech. Hier auf die B17 nach Schongau und weiter über die B23 nach Rottenbuch. 2,3km nach Rottenbuch, rechts abbiegen Richtung Steingaden (Steingadener Str.)

Nach ca. 1 km links abbiegen Richtung Morgenbach. 3km hinter Morgenbach ist ein kleiner Kiesparkplatz in einer Kurve. Hier haben wir geparkt.

Am Bauernhof finden sich Wegweiser und Schilder mit Erklärungen zu Tier und Pflanzenwelt, sowie zum Naturschutzgebiet rund um die Ammer.

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Um mit dem Auto zum Kraftwerk Kammerl zu kommen fährt man einfach auf der gleichen Straße weiter in südlicher Richtung bis Untermogg und dann hier über die Ammerbrücke Richtung Altenau.

An der B23 links abbiegen bis nach Saulgrub. In Saulgrub links in die Sackgasse nach Kammerl. Achtung die Einfahrt ist schwer zu sehen. Die Fahrstraße heist ACHELESTR. Wenn man nach Saulgrub reinfährt einfach nach dem Bahnübergang die zweite links.

 

Abstecher


Wer möchte, kann nach der Tour auch einen Abstecher nach Kloster Ettal machen. Mit dem Auto ist man in 15 Minuten dort. Hier gibt es weitere Erlebnisse für die Kleinen, aber auch für die Großen.

Da es bei uns erst Nachmittag war, haben wir noch einen Abstecher nach Ettal gemacht und uns die Klosterkirche angeschaut. Hinter dem Kloster führt ein Wanderweg zum Ettaler Mandl vorbei an einem Bauernhof. Dort kann man die ganz kleinen Kälber bestaunen, die in Kälberiglus gehalten werden. Das kleinste Kälbchen ist erst einen Tag alt. Die Begeisterung ist riesig. Infotafeln erklären, dass die Kälbchen viel Liebe brauchen und es daher gerne gesehen ist, wenn sie von Wanderern gestreichelt werden.

Weiter oben (bergauf) gibt es eine Kneippanlage die zum Kloster gehört. Dort kann man sich bei hochsommerlichen Temperaturen eine Abkühlung verschaffen.

 


Schleierwasserfälle an der Ammer auf einer größeren Karte anzeigen

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