
Von der Kaindlütte auf den Zettenkaiser (Wilder Kaiser Westgipfel)
Der Zettenkaiser ist sozusagen der Westgipfel des Wilden Kaisers. Jeder, der die Alpen kennt, kennt auch den Wilden Kaiser. Dieses vergleichsweise kleine Bergmassiv eignet sich hervorragend für Tagestouren, aber auch für Zweitagestouren. Wer früh zur Kaindlhütte aufsteigt, der kann seinen Rucksack auf der Hütte lassen und nach einer kurzen Stärkung den Zettenkaiser besteigen. Allerdings ist dieser Berg nicht für Bergwanderer geeignet. Für Bergsteiger ein sehr einfacher Gipfel, für Neulinge im Kletterbereich jedoch eine perfekte Bergtour auf einen Berg, der nicht für jedermann erreichbar ist. Sozusagen zum Herantasten.
Die Rundumsicht auf Alpenhauptkamm, bayerische Voralpen, Scheffauer und vor allem den Hintersteiner See ist echt bombig. Eine weitere Tour im Wilden Kaiser ist die Klettersteigtour über den Kaiserschützensteig.
Klettern in wilder Felslandschaft bis zum 2. Grad
Benötigte Ausrüstung - Empfehlungen
Geübte brauchen am Zettenkaiser kein Seil. Für Ungeübte ist der Zettenkaiser allerdings nicht zu empfehlen. Man bewegt sich ständig in hochalpinem Gelände, ohne Sicherungen. Für Kletterer ist der Zettenkaiser ein schönes Revier. Einige Touren, jedoch weitgehend ohne Bohrhaken warten auf die Besteigung
Unbedingt mitnehmen: Steinschlag Helm, ausreichend Wasser!
Bei Nässe oder Schnee ist der Aufstieg zum Zettenkaiser nicht zu empfehlen.
Tourencharakter
Kletterei: Leichte Kletterei. Für Geübte Berggeher eine schöne Tour für den Abendlichen Ausklang. ![]()
Wandern: Hier kann man nicht von einer Wanderung sprechen. Allerdings kann man hier perfekt sein Können und die Schwindelfreiheit trainieren. An keiner Stelle wird eine Umkehr unmöglich. Es fängt leicht an und wird immer schwieriger. Perfekt um mal was Neues aus zu probieren. ![]()
Aussicht: Auf den Hintersteiner See, Inntal, zahmer Kaiser, Hauptalpenkamm bis Dachstein![]()
Aufstieg zur Kaindlhütte
Dauer 2 bis 2,5 Stunden
Wer am Parkplatz der Talstation am Kaiserlift geparkt hat, der steigt über die Gemeinde Hinterdux und den Duxer Seitenweg zum Berghaus Aschenbrenner auf. Der Kaiserlift läuft im Sommer bis auf den Jahnhügel. Dann ist's zur Kaindlhütte wirklich nur noch ein kurzer Spaziergang. Aber das ist auch nicht bergsteigermäßig!
Vom Parkplatz Pienzenauer Straße aus über den Wanderweg Nr. 814 zum Berghaus Aschenbrenner aufsteigen. Weiter über den Panoramaweg zur Kaindlhütte.
Wer es knackiger mag oder erst am nächsten Tag den Scheffauer oder den Zettenkaiser besteigen will, der kann auch einen Abstecher über den Bettlersteig machen und den Gamskogel (1449m) mitnehmen.
Kontakt zur Kaindlhütte:
mobil: +43 664 1 68 65 68
info (at) kaindlhuette (dot) com
www.kaindlhuette.com
Anfahrt
Anreise mit der Bahn
Nach Kufstein in Österreich. Wer mit der Bahn anreist hat nur 2 Minuten Fußmarsch mehr als derjenige, der mit dem Auto kommt.
Anreise mit dem PKW
Auf der Inntalautobahn A93 bis nach Kiefersfelden. Über die Grenze nach Österreich. Bis nach Kufstein. Ausfahrt Kufstein Süd. Beim Parkplatz am Ende der Straße "Oberen Sparchen" oder beim Parkplatz am Ende der "Pienzenauerstraße" parken. Dort gibt es auch einen kleinen Kneipp-Parcours. Nach dem Abstieg kann man hier die geschundenen Füße kühlen. Sehr wohltuend. (Geht übrigens auch für Bahnreisende)
Aufstieg von der Kaindlhütte aus
Dauer 2 - 3 Stunden
An der Kaindlhütte gibt es eine kleine Kapelle. Dort vorbei und links auf die Wiese, in der die großen Felsbbrocken liegen. Ein kleiner Pfad führt hinauf in den Bergwald. Dort geht es unmittelbar links auf den Scheffauer und rechts auf den Zettenkaiser. Wir biegen dementsprechend an der Beschilderung rechts ab und folgen dem Weg. Vorsicht bei feuchter Witterung ist der Weg sehr rutschig. Weiter oben, oberhalb der Baumgrenze, gibt es noch eine weitere Abzweigung zum Scheffauer. Auch hier halten wir uns wieder rechts Richtung Zettenkaiser.
Wir erklimmen das erste Joch, von hier geht eine kurze Querung über ein Geröllfeld am Fuß des Bergmassivs entlang. Der Weg ist mit roten Punkten gekennzeichnet. Auf das zweite Joch führt schon fast wegloses Gelände, in dem man die Hände bereits zu Hilfe nehmen kann.
Stöcke und Rucksack kann man nun liegen lassen und nur eine Jacke um die Hüfte mitnehmen. Vorher nochmal kurz was trinken. Oben angekommen weist ein großer roter, vertikaler Pfeil den Einstieg. Von nun an geht es erst mal sehr einfach und nicht ausgesetzt durch eine Rinne. Vorsicht Steinschlag. Helm empfehlenswert!
Ist man durch die Rinne oben auf dem Grat angekommen gibts die erste Belohnung; den Ausblick auf den Hintersteiner See ... Topas bis Opal blau :) Wir folgen nun linker Hand dem Grat bis zum Gipfelkreuz. Von hier aus ca. 20 Minuten Kletterei teils leicht ausgesetzt. Nur für Geübte.

















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